Dienstag, 10. Februar 2009

Oh, du veränderliche!

Mal abgesehen davon was im Vatikan so abgeht hat sich das Auftreten der Kirche im "realen" Leben stark verändert. In einem Binnenstaat mitten in Rom und in einigen Bruderschaften gibt es noch die katholische Kirche von einst. Doch sieht man sich in Kirchen oder von Kirchen betreuten Einrichtungen genauer um, merkt man das sich etwas getan hat. Früher kam man in die Hölle wenn man vor der Ehe Sex hatte, heutzutage wird statt Hölle und Fegefeuer eher Nächstenliebe, Verständnis und Gefühl gepredigt.
Vor einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten war der Mensch aufgeschmissen, wenn er nicht mit anderen zusammenarbeitete. Heute gibt es alles zu kaufen. Im Supermarkt, ohne unnötigen Kontakt mit dem Nachbarn oder dem Bauern vom Hof nebenan. Mittlerweile beschränken sich ja sogar die nicht-zweckgebundenen sozialen Kontakte auf abstrakte Avatare in Chatrooms und Instant Messengern. Instant - Freunde aus der Dose. Findet niemand sonst das "social" in social networking pervers? Heute mehr denn je hat die Kirche die Aufgabe, Menschen die blind für alles außer ihrer Kariere und ein paar flüchtigen Bekanntschaften in Netz geworden sind zurück zu führen - in ein Leben miteinander. 
Neulich habe ich in einem kirchlichen Magazin einen Artikel über das treffen von Entscheidungen gelesen. Tat etwas, das nicht seinem Alltagstrott entsprach, künpfte sogar Kontakt mit Menschen und veränderte etwas. Etwas kleines, aber etwas! Das Heft dreht sich um das Miteinander, nicht um die Angstpredigten von einst! In einer Welt, in der die Kirche das einzige Organ ist das Werte lehrt merkt man, dass nicht (nur) der Glaube an Gott im Mittelpunkt steht, sondern die Aufrechterhaltung von dem, was man makaberer Weise Menschlichkeit nennt.

In diesem Artikel sind Begriffe wie Kirche und Katholizismus synonym verwendet worden. Politisch Korrekt ist das natürlich nicht. Aber da ich kein praktizierender Katholik bin sei mir zum einen verziehen und zum anderen sei darauf hingewiesen, das es in anderen Kirchen ähnliche Bewegungen zu beobachten gibt. Wichtig ist nur die Nachricht: Menschen, seid miteinander, nicht nebeneinander!

Sonntag, 4. Januar 2009

Die schönste Neben(?)sache

Sprichwörter existieren nicht umsonst, sie fassen auf geniale Weise sehr viel Inhalt in sehr wenig Worte. Sie halten sich sehr lange, wärend sich drumherum in der Sprache vieles ändert.

Einer meiner liebsten Sprichwörter ist "Sex ist die schönste Nebensache der Welt."
Der Sinn des Spruches scheint, wenn man sich seine heutige Umwelt mal ansieht, vollkommen verloren gegangen zu sein. Ich habe neulich ein Plakat gesehen, auf dem eine in einen Bikini gekleidete Frau unter einem Wasserfall Werbung für ein Restaurant(!) gemacht hat. Das einzige was einen auf dem Plakat irgendwie ans Essen erinnert hat waren Name und Adresse des Restaurants, die klein in einer Ecke notiert waren.
Was soll das? "Sex sells!" Sellt Sex wirklich alles? Was haltet ihr von "Ein Gentleman genießt und schweigt."?
Sex ist ein natürlicher Trieb dem sich (fast) niemand entziehen kann. Nichts wofür man sich schämen und etwas das jeder einmal ausprobiert haben sollte. Doch Medien und Umfeld stopfen dich voll mit "Bist du damit wirklich zufrieden?" oder "10 mal am Tag!". Da kann sich doch keiner mehr auf sein Genital konzentrieren! Klar kann man über Sex reden, aber man sollte sich für soetwas einen möglichst kleinen vertrauten Kreis aussuchen. In einer guten Beziehung ist oft guter Sex, aber in einer schlechten Beziehung der Sex meist auch schlecht.
Es ist eben eine Nebensache. Und - wie ich finde - die schönste obendrein!

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Ach du schreckliche!

Der Grund warum es an Weihnachten so oft Streit gibt ist, dass man lange Zeit zusammensitzt ohne einer gezielten Beschäftigung nachzugehen. Man ist gezwungen sich mit Personen auseinanderzusetzen. Ohne Ablenkung, ohne Ausweg.

Mein Leben

Ich muss einigen Überlegungen zustimmen, nach denen sich Menschen durch ihr Leid definieren und zur Gewohnheit gewordenes Glück nichtmehr als solches zu erkennen ist.

Ich denke ich bringe mich unterbewusst mit absichtlich immer wieder in Kriesen, die nicht nötig gewesen wären und denke der ein oder andere geneigte Leser wird sich in einem solchen Verhalten wiederfinden